Unterrichtsthemen


Am Ende der Unterrichtseinheit zur Romantik und vor der Lehrprobenstunde haben wir noch ein weiteres Lied der Romantik behandelt, diesmal ein anonymes Volks- bzw. Kinderlied aus “Des Knaben Wunderhorn”, von Clemens Brentano und Achim von Arnim aufgeschrieben. Dazu gab es wieder eine Reihe kreativer Aufgaben zu bearbeiten. Hier erstmal das Gedicht:

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Das bucklicht Männlein

Will ich in mein Gärtlein gehn,
will mein’ Zwiebeln gießen,
steht ein bucklicht Männlein da,
fängt als an zu niesen.

Will ich in mein Küchel gehn,
will mein Süpplein kochen,
steht ein bucklicht Männlein da,
hat mein Töpflein brochen.

Will ich in mein Stüblein gehn,
will mein Müslein essen,
steht ein bucklicht Männlein da,
hat’s schon halber gessen.

Will ich auf mei’n Boden gehn,
will mein Hölzlein holen,
steht ein bucklicht Männlein da,
hat mir’s halber g’stohlen.

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Will ich in mei’n Keller gehn,
will mein Weinlein zapfen,
steht ein bucklicht Männlein da,
tut mir’n Krug wegschnappen.

Setz ich mich ans Rädlein hin,
will mein Fädlein drehen,
steht ein bucklicht Männlein da,
lässt das Rad nicht gehen.

Geh ich in mein Kämmerlein,
will mein Bettlein machen,
steht ein bucklicht Männlein da,
fängt als an zu lachen.

Wenn ich an mein Bänklein knie,
will ein bisschen beten,
steht das bucklicht Männlein da,
fängt als an zu reden:

Liebes Kindlein, ach, ich bitt,
bet fürs bucklicht Männlein mit!

 

Über die Hintergründe dieses Liedes (das eigentlich gar kein Kinderlied ist), kann man sich hier im Liederlexikon informieren (sehr interessant!). Ein paar Infos zu “Des Knaben Wunderhorn” gibt es bei wikipedia, kaufen kann man’s auch und die Bilder stammen von den Seiten der Universitätsbibliothek Heidelberg.

Schon vor einiger Zeit haben wir im Unterricht das Gedicht “Sehnsucht” von Joseph von Eichendorff behandelt, das hier neben Caspar David Friedrichs berühmtes Bild “Frau am Fenster” gestellt ist:

Sehnsucht

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Es schienen so golden die Sterne, 
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leibe entbrennte,
Da hab ich mir heimlich gedacht:
Ach, wer da mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!

Zwei junge Gesellen gingen
Vorüber am Bergeshang,
Ich hörte im Wandern sie singen
Die stille Gegend entlang:
Von schwindelnden Felsenschlüften,
Wo die Wälder rauschen so sacht,
Von Quellen, die von den Klüften
Sich stürzen in die Waldesnacht.

Sie sangen von Marmorbildern,
Von Gärten, die überm Gestein
In dämmernden Lauben verwildern,
Palästen im Mondenschein,
Wo die Mädchen am Fenster lauschen,
Wann der Lauten Klang erwacht,
Und die Brunnen verschlafen rauschen
In der prächtigen Sommernacht.-

 

Nach der “normalen” Besprechung sollten sich die Schüler auch kreativ mit dem Text auseinandersetzen. Aufgabe war es, selbst ein “Land der Sehnsucht” darzustellen. Die erste Gruppe, die dazu arbeitete und aus E.T.A. Hoffmann, Sophie Mereau, August Wilhelm Schlegel und  Wilhelm Müller bestand, lieferte folgendes Ergebnis ab:

Ich stehe da und sehe nichts als die unendliche Weite des Meeres. Die Sonne geht unter, sie scheint ihre letzten Strahlen des Tages, die den Horizont golden schimmern lassen. Umhüllt von einer süßen, warmen Brise, lausche ich dem Gesang der Möwen. Die Welt scheint still zu stehen, keine Sorgen die mich plagen, nur ich allein und sonst nichts. Die Schönheit dieses Ortes bändigt mich.
Doch trotzdem will ich fort. Ich spüre eine Leere in mir, ich weiß nicht woher das kommt.
Mein Herz sucht nach einer unbestimmten Vollkommenheit. Ich werde nicht vorher ruhen, sei es bis an die Ewigkeit, so werde ich das Land meiner Träume mit der Seele suchen.

Die zweite Gruppe, die zu diesem Thema arbeitete, setzte sich aus Adelbert von Chamisso, Karoline von Günderrode, Novalis, Dorothea Schlegel und Ludwig Uhland zusammen und wartete gleich mit zwei Ergebnissen auf. Die Umsetzung der gemeinsamen Ideen lag wesentlich in Karoline von Günderrodes Händen:

Version 1:
Es ist ein kalter, ätzender, verregneter und obendrein vernebelter Morgen.
Nein.
Es ist nicht kalt, es ist arschkalt. Selbst in der tiefsten Antarktis musste es grad wärmer sein als hier! Meine Zehen, die in meinen durchweichten Schuhen langsam abstarben waren eine echte Konkurrenz für jedes tiefgefrorene Fischstäbchen.
Da Vater Staat verarmt ist, kann er sich natürlich keine überdachte Bushaltestelle leisten. Wie käme er auch dazu?
So war ich also dem niederprasselnden, wie aus Eimern gießenden Regen ausgesetzt. Jeder Tropfen, der mich erwischte schien beinahe höhnisch zu spotten: „Hihi! Hab ich dich nass gemacht?!”
Zu allem Überfluss war neben mir noch ein hyperaktiver Presslufthammer, der mit jeder Nanosekunde meine Nerven unter eine Zerreißprobe stellte.
Was hatte ich nur getan, dass mein Tag so beschissen war?!
Nun kam endlich der Bus, der absichtlich so schwungvoll bremste, dass ich eine ganze Ladung abgestandenes Regenwasser, Matsch, Dreck und jede Menge gesunde Bakterien in die Fresse gespritzt bekam. Wütend starrte ich den Bus an. Wenn Blicke töten könnten!
Dabei fiel mir eine TUI-Werbung auf, die am Bus angebracht war.
Ein weiter Strand mit weißem Sand… Wie gerne wäre ich jetzt da!
So schön warm und angenehm… Ich bekam direkt eine Gänsehaut!
Für einen Augenblick schloss ich die Augen und sah alles klar vor mir: Eine Sandbank, so weit das Auge reicht! Die Sonnenstrahlen kitzeln auf meiner Haut und liebkosen sie. Mit jedem Atemzug nehme ich den salzigen Geruch des Meeres in mir auf.
Frisch.
Klar.
Erquickend.
Sanft spielt der Wind mit meinen Haaren und der Sand zwischen meinen Zehen knirscht. Der Strand ist von meterhohen Palmen gesäumt, auf denen bunte Vögel sich niedergelassen haben um liebliche Melodien zu singen.
Zusammen mit dem Rauschen des Meeres ist dies der Gesang des Paradieses!
Oh, jede Faser meines Köpers sehnt sich an solch einen traumhaften Ort…!
Doch plötzlich schreckte ich auf, als ich bemerkte, dass der Bus ohne mich abgefahren ist und mir erneut eine Fuhre Schlamm ins Gesicht schleudert.

Version 2:
Man sollte meinen, dass man sich irgendwann nach all den Jahren daran gewöhnt. Aber selbst nach endlos langer Zeit ist es eine einzige Tortur. Die monotone Stimme des Lehrers, die für den immerzu müden Geist eines hart arbeitenden Schülers wie ein Signal aus dem Orbit ist, erteilt irgendwelche Arbeitsaufträge. Als wäre dies ohnehin nicht schon Stress genug, setzt man uns auch noch unter Zeitdruck.
Jeder normale Angestellte würde fristlos kündigen, wenn er unter denselben Bedingungen wie wir arbeiten müsste.
Das Zimmer hat ein unvergleichliches Aroma, das nur bei 30 denkenden, ungewaschenen und gereizten Schülern zustande kommen kann. Hätte jemand das Patent für diesen wohlriechenden Duft – er könnte Milliarden damit scheffeln!
Aber wen wundert das schon, wenn das Zimmer förmlich kocht? Gelegentlich berichten Augenzeugen, dass sie schon die Luft haben flimmern gesehen. Und dies waren keine Einzelfälle!
Aber man muss auch an die positiven Aspekte denken:
Wo es warm und feucht ist gedeiht nicht nur Schimmel, sondern auch allerlei Spinnen und anderes Getier hervorragend! Anstatt unsere liebe Natur mit ihrer ganzen Artenvielfalt draußen zu studieren, braucht man sich nur lange genug im Zimmer umsehen, um die gesuchte Spezies zu finden.
Apropos Spezies: Immer wieder verirren sich hochentwickelte, zweibeinige Arten zu uns, die glauben, sie müssen uns erklären was wir im Leben alles nicht brauchen.
Das Spektrum ist breit! Von A wie Alkane in Chemie bis Z wie 2. Teil von Goethes „Faust” in Deutsch.
Bevor ich’s vergesse: Diese hochentwickelte, besserwisserische Spezies namens „Lehrer” öffnet bei zu großer Hitze das Fenster.
An und für sich eine gute Idee, wenn nicht ein Temperaturunterschied von mindestens 30°C herrschen würde! Aber das soll uns helfen, unseren Arbeitsauftrag zu erledigen. Seit wann funktioniert ein eingefrorenes Hirn? Und nicht vergessen: Bald ist Notenschluss!
Wundert sich da überhaupt jemand, wenn sich ein armer, dummer und gepiesackter Schüler einfach nur den alles erlösenden Gong herbeisehnt? Solch eine winzige kleine Melodie ist für hunderte Menschen wie der Gesang der Engel! Auch wenn es nur Pause ist…
Ein wenig mit Freunden ratschen, lästern.
Den ewigen Stress vergessen.
Aufatmen können und über belangloses Zeug sich den Arsch ablachen.
Die Seele beim neusten Klatsch und Tratsch baumeln lassen.
Erlebnisse austauschen.
Oder einfach nur nebeneinander stehen und ohne Worte seine Qualen mit den Leidensgenossen teilen.
Alles bei einer Stärkung für den nächsten Kampf vergessen.
Ist das nicht herrlich? Das ist Leben!
Die Steigerung ist nur noch die Erlösung – der Gong in der letzten Stunde am Freitag. Wie Besessene stürzen wir aus dieser Anstalt aus.
Nur weg!
Nur Heim!
Das Ziel ist nicht mehr fern!
Freizeit! Oh, du süßes, holdes Wort! Welch eine Erquickung!
So einfach kann man ein Schülerherz zufrieden stellen!

Wir haben nun im Unterricht einige romantische Liebeslieder angehört, die von Mendelssohn-Bartholdy vertont wurden und außerdem eingehender Wilhelm Müllers Gedicht “Lindenbaum”, bekannt auch unter dem Titel “Am Brunnen vor dem Tore”, besprochen. Hier haben wir auch Darstellungen auf Postkarten (s.u.) und die Vertonungen von Franz Schubert (Winterreise) und Friedrich Silcher verglichen. Insgesamt stellten sich folgende Motive als wichtig für die behandelten romantische Liebesgedichte heraus:

motive_liebeslieder

Das Farbschema bei wordle heißt diesmal “Blue meets orange”, was einerseits für das romantische Blau (vgl. die blaue Blume, aber auch Bach, Fluss, Brunnen etc.) und andererseits für das Orange des beliebten Sonnenuntergangs bzw. Abendrots stehen soll.

Formal haben wir festgestellt, dass die behandelten Gedichte sich gerne an der Form der Volkslieder orientieren, d.h. es gibt Strophen mit je 4 Versen, pro Vers meist 3-4 Hebungen und oft wechseln die Kadenzen zwischen männlich und weiblich. Häufig steht ein Kreuzreim, wobei dieser auch unvollständig sein kann und sich dann nur 2 der 4 Verse pro Strophe aufeinander reimen, oft findet sich auch ein jambisches Metrum. Es handelt sich jedoch nicht um “echte” Volkslieder, sie stammen nicht aus alter, dann aufgezeichneter Überlieferung und sind nicht anonym, sondern wurden von einem romantischen Dichter absichtsvoll nach dem Vorbild des Volkslieds gestaltet, es handelt sich also um romantische “Kunstlieder”.

Wie wir festgestellt haben, können diese Kunstlieder dann aber sehr wohl durch eine Vertonung wieder zu Volksliedern werden, die von einer breiten Bevölkerung gekannt werden, ohne dass den Singenden aber die Autoren der Lieder bekannt wären (oder überhaupt, dass es sich um Lieder der Romantik und nicht um echte Volkslieder handelt, bestes Beispiel etwa “Das Wandern ist des Müllers Lust”, das auch von Wilhelm Müller geschrieben wurde). Ähnliches geschah mit der Vertonung von “Am Brunnen vor dem Tore” durch Silcher. Hier nochmal das Gedicht von Wilhelm Müller mit einer wunderbaren Postkarten-Illustration von 1917 (aus dem Goethezeitportal):

Der Lindenbaum

mueller_brunnen_wssb_80__500x784_2Am Brunnen vor dem Tore,
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt’ in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort.

Ich mußt’ auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst Du Deine Ruh!

Die kalten Winde bliesen
Mir grad in’s Angesicht;
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
entfernt von jenem Ort,
Und immer hör ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort.

 

Nähere Informationen zum Gedicht und den Vertonungen mal wieder bei wikipedia

mendelssohn_bartholdyHeute, am 03. Februar, vor 200 Jahren, also 1809, ist einer der bekanntesten Komponisten der Romantik, Felix Mendelssohn-Bartholdy, geboren worden.

Um ihn entsprechend zu ehren, hören wir uns heute im Unterricht mehrere seiner romantischen Lieder an. Die Auswahl ist auch vom Zufall und der verfügbaren CD (gesungen von Dietrich Fischer-Dieskau) bestimmt. Jedenfalls beschäftigen wir uns mit dem “Minnelied im Mai”, Text von Ludwig Hölty, mit dem “Maienlied”, getextet von Jacob van der Warte und dem “Schifflein”, dessen Text von Ludwig Uhland stammt. Wir hören das Lied “Lieblingsplätzchen”, das Friederike Robert, teilweise aber auch Bettina von Arnim zugesprochen wird und die “Meerfahrt”, Text von Heinrich Heine.

Hierzu sammeln wir die Motive dieser romantischen (Liebes-)Lieder und beschäftigen uns mit dem formalen Aufbau eines Lieds.

Also: herzlichen Glückwunsch zum 200. Geburtstag, Herr Mendelssohn-Bartholdy! 

Der Name Mendelssohn sollte einer gewissen Person übrigens ohnehin bekannt vorkommen… ;-)

Nach der Bearbeitung der Motive der Romantik (die ja von den eigenen Assoziationen schon beträchtlich abwichen), haben wir uns gleich mal auf diese überraschende “dunkle Seite” der Romantik gestürzt. Zu Ludwig Tiecks Gedicht “Melancholie” haben wir am 23.01.09 eine etwas ausführlichere kreative Umsetzung in 6 Gruppen gemacht. Es gab dann am 28.01.09 eine Präsentation mit szenischer Lesung, einer Umsetzung in Bilder, einer Erzählung, wie das Leben des lyrischen Ichs weitergeht, einem Tagebucheintrag des lyrischen Ichs, Fernsehnachrichten zum Selbstmord des lyrischen Ichs und einer Todesanzeige. Weitere Informationen zur Melancholie finden Sie bei wikipedia. Hier aber erstmal das Gedicht, anbei die berühmte Darstellung der Melancholie von Albrecht Dürer:

 

Melancholie

Schwarz war die Nacht und dunkle Sterne branntenduerer
Durch Wolkenschleier matt und bleich,
Die Flur durchstrich das Geisterreich,
Als feindlich sich die Parzen abwärts wandten
Und zornge Götter mich ins Leben sandten.

Die Eule sang mir grause Wiegenlieder
Und schrie mir durch die stille Ruh
Ein gräßliches: Willkommen! zu.
Der bleiche Gram und Jammer sanken nieder
Und grüßten mich als längst gekannte Brüder.

Da sprach der Gram in banger Geisterstunde:
Du bist zu Qualen eingeweiht,
Ein Ziel des Schicksals Grausamkeit,
Die Bogen sind gespannt, und jede Stunde
Schlägt grausam dir stets neue blutge Wunde.

Dich werden alle Menschenfreuden fliehen,
Dich spricht kein Wesen freundlich an,
Du gehst die wüste Felsenbahn,
Wo Klippen drohn, wo keine Blumen blühen,
Der Sonne Strahlen heiß und heißer glühen.

Die Liebe, die der Schöpfung All durchklingt,
Der Schirm in Jammer und Leiden,
Die Blüte aller Menschenfreuden,
Die unser Herz zum höchsten Himmel schwingt,
Wo Durst aus selgem Born Erquicken trinkt,

Die Liebe sei dir auf ewig versagt.
Das Tor ist hinter dir geschlossen,
Auf der Verzweiflung wilden Rossen
Wirst du durchs öde Leben hingejagt,
Wo keine Freude dir zu folgen wagt.

Dann sinkst du in die ewge Nacht zurück,
Sieh tausend Elend’ auf dich zielen,
Im Schmerz dein Dasein nur zu fühlen!
Ja, erst im ausgelöschten Todesblick
Begrüßt voll Mitleid dich das erste Glück.

philister

Heute haben wir im Unterricht unter anderem zwei Texte von Novalis und Clemens Brentano über die “Philister” und deren Eigenschaften gelesen. Den Text von Brentano kann man hier nachlesen, den Text von Novalis und andere Äußerungen zu den Philistern findet man hier. Brentano hat übrigens auch noch einen sehr schönen Text zu den Philistern geschrieben, in dem es u.a. heißt: “Nie sind sie berauscht gewesen, ohne zu trinken, und dann immer sehr besoffen”. Und in der wikipedia gibt es natürlich auch wieder eine Definition.

Das Bild des Philisters, das wir heute angesehen haben, stammt von der Seite zum.de. Ist Ihnen die Darstellung inzwischen klarer? Warum hat der Philister Regenschirm und Taschentuch dabei?

Unsere im Unterricht entworfenen Mindmap aus den Schlüsselbegriffen der beiden Texte möchte ich noch in eine wordle-Wolke umsetzen, die den Charakter des Philisters nochmals verdeutlicht. Deshalb ist sie auch in Grau- und Schwarztönen gehalten, das scheint mir am besten zum Leben des Philisters zu passen:
philister2

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen,
Wenn die, so singen oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freie Leben
Und in die Welt wird zurückbegeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu echter Klarheit wieder gatten,
Und man in Märchen und Gedichten
Erkennt die ew‘gen Weltgeschichten,
Dann fliegt vor einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort.

Heute hatten wir im Unterricht also ein weiteres programmatisches Gedicht der Romantik, diesmal von Novalis. Falls Sie sich dazu noch äußern möchten und einen weiteren Vergleich mit Eichendorffs “Wünschelrute” ziehen mögen, tun Sie das gerne in den Kommentaren! Wie gefällt Ihnen das Gedicht eigentlich? Hat Novalis Recht mit seiner Aussage?

Mehr Informationen zum Gedicht bei wikipedia oder hier.

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