Anmerkung der Redaktion: dies ist das vierte Ergebnis zu dieser Aufgabe, Autor ist natürlich Justinus Kerner selbst. Viel Vergnügen bei der Lektüre und danke an Herrn Kerner!

Sehr geehrter Herr Kerner, ich habe heute das Vergnügen Sie zu interviewen. Herr Kerner, wann und wo wurden Sie geboren?

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  Also gut, machen wir es kurz. Ich habe später noch einen Termin. Ich heiße Justinus Kerner, 18.09.1786 in Ludwigsburg geboren und am 21.2.1862 in Weinberg gestorben.

In welchen Verhältnissen sind Sie aufgewachsen, Herr Kerner?

  Wie Sie sicherlich wissen, stammte ich aus einer Beamtenfamilie. Geld spielte für uns keine Rolle.

Haben Sie Geschwister?

– Ich war das jüngste Kind von sechs in der Familie.

Herr Kerner, wo sind Sie zur Schule gegangen?

 Mit ca. fünf oder sechs Jahren bin ich mit meiner Familie nach Maulbronn gezogen, wo ich dort eine Lateinschule besuchte.

Wie ging es weiter?

 Sie stellen aber viele Fragen. Naja, nach dem Tod meines Vaters kehrte ich 1799 zurück nach Ludwigsburg, wo ich meine kaufmännische Lehre absolvierte. 1804 bis 1808 studierte ich Medizin in Tübingen, natürlich mit einer erfolgreichen Promotion.

Wann haben Sie angefangen zu schreiben?

 Während meiner kaufmännischen Lehre. Meine ersten Gedichte veröffentliche ich aber erst 1807/1808 in Leo von Seckendorfs „ Musenalmanachen“ und in Arnims „Zeitung für Einsiedler“. Davor habe ich mich natürlich mit vielen berühmten Dichtern getroffen wie z.B. Uhland, Karl Mayer, Heinrich Köstlin, Varnhagen von Ehse, von den ich wirklich vieles gelernt habe.  Gemeinsam haben wir auch das „Sonntagsblatt für ungebildete Stände“ herausgegeben.

Und dann?

 1809 habe ich mir eine Bildungsreise nach Hamburg gegönnt. Ich muss sagen, eine schöne Stadt. Dort hätte ich meine Kindheit verbringen sollen. Danach habe ich noch mehrere Reise gemacht wo ich wunderbare Menschen getroffen habe. U.a. Friedrich und Dorethea Schlegel, Adelbert von Chamisso, Ludwig von Beethoven und Philipp Otto Runge. Nach den ganzen Reisen, hin und her,  habe ich mich entschieden viel Geld zu verdienen. Ich wollte nicht mehr vom Geld meines Vaters leben. 1810 bis 1819 arbeitet ich als Arzt in kleinen württembergischen Orten und ab 1819 in Weinsberg.

Hatten Sie irgendwann daran gedacht, eine Familie zu gründen?

  Ja natürlich, mit wem sollte ich sonst das ganze Geld teilen?  1813 traf ich die Frau meines Lebens, Friederike Ehmann, die ich während meiner Studienzeit kennengelernt hatte. Wir bekamen 2 Töchter Marie und Emma und einen Sohn Theobald.

 Naja,ab 1851 erblindete ich zunehmend. Das war’s , ich muss weg. Leben Sie wohl.

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Quellen: wikipedia, gutenberg