Anmerkung der Redaktion: dies ist das fünfte Ergebnis zu dieser Aufgabe, Autor ist natürlich Joseph von Eichendorff selbst. Diesmal kein Interview, sondern ein Portrait aus der Ich-Perspektive. Viel Vergnügen bei der Lektüre und danke an Herrn Eichendorff!

eichendorffMeine Kindheit im ländlichem Idyll, ein wohlhabendes Heim umgeben von Wäldern, aber auch die Zeit der französischen Revolution mit ihren aufklärerischen Gedanken haben schon zu früher Zeit meine literarische Auffassung geprägt. Direkt zum Schreiben kam ich aber erst dann, als ich während meines Jurastudiums in Heidelberg mit romantischen Literatenkreisen zusammentraf. Im Jahr darauf traf ich Brentano und Schlegel, deren Werke mich zu tiefst beeindruckten. Leider stand meiner Schreibetätigkeit des öfteren das Recht im Wege und das hatte zwar längere Unterbrechungen zur Folge, aber dennoch konnte ich meinen ersten Roman,, Ahnung und Gegenwart“ vollenden. Wie auch im ,,Taugenichts“ spielen in vieler meiner Werke Gedichte eine bedeutende Rolle. Eine Buchausgabe von Gedichten, die 1837 erschien, stellte meinen dichterischen Höhepunkt dar. Neben meinem Ministerialdienst verfasste ich den Roman ,,Dichter und ihre Gesellen“, die Erzählung ,,Das Schloss Dürande“ und im Ruhestand folgte die Literaturkritik ,,Über die ethische und religiöse Bedeutung der neueren romantischen Poesie in Deutschland“. Im Laufe der Jahre geriet ich dann bedauerlicherweise weitestgehend in Vergessenheit, nur meine vertonten Gedichte durch Robert Schumann bleiben häufig in Erinnerung.

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Quelle (u.a.): wikipedia