Eine vierte Gruppe suchte sich die Aufgabe aus, Fernsehnachrichten zu Ludwig Tiecks Gedicht „Melancholie“ zu gestalten und berichtete über den Selbstmord des lyrischen Ichs. Zur Gruppe gehörten die Gebrüder Grimm und Wilhelm Hauff, beide tragen ihre Nachrichten vor:

N: Heute verstarb Thomas Leid, er brachte sich selbst um. Über die Motive und Gründe für diese schreckliche Tat, sprechen wir mit seinem Therapeuten.
Wie sah Thomas denn sein Leben?

T: Er meinte, er wurde von zornigen Göttern ins Leben gerufen, damit sie sich an seinen Leiden erfreuen.

N: Wie kam er denn darauf? Waren seine Leiden wirklich so schlimm?

T: Nach seiner Geburt wurde er ausgesetzt und musste  in einem Waisenheim bei Mönchen leben, die berüchtigt für ihre Alkoholprobleme waren. Zudem fand er keine Freunde und arbeitete schließlich an einer monotonen Arbeit am Laufband. Es ist kein Wunder, dass er sich vernachlässigt von der Welt fühlt und denkt, dass er niemals Freude empfinden werde.

N: Und der Tod war für ihn der einzige Ausweg?

T: Er stellt sich vor, er wird nach seinem Tod die Gefühle  fühlen, die in seinem Leben ihm versagt worden waren

N: OK Danke für diese Einschätzungen. Auf Wiedersehen.

Download der Fernsehnachrichten