Die Gruppe aus Friedrich de la Motte Fouqué, Friedrich Schlegel und Wilhelm Heinrich Wackenroder hat sich zum Gedicht „Das bucklicht Männlein“ eigentlich eigene Aufgabenstellungen ausgedacht, jedenfalls kann ich keinen Zusammenhang zur gestellten Aufgabe (Nacherzählung aus der Perspektive eines unbeteiligten Beobachters) erkennen. Das macht aber überhaupt nichts, denn beide Umdichtungen sind sehr lustig:

Version 1:

Wollt ein Weiblein in ihr Gärtlein gehen,
Wollt ihr‘ Zwiebel gießen,
steht ein bucklicht Männlein da,
fängt als an zu niesen.

Wollt sie in ihr Küchel gehen,
Wollt ihr Süpplein kochen,
steht ein bucklicht Männlein da,
Aus Wut hat ihr Töpflein brochen.

Wollt sie in ihr Stüblein gehn,
Wollt ihr Müslein essen,
steht ein bucklicht Männlein da,
hat’s aus Rache schon halber gessen.

Wollt sie auf ihr Boden gehen,
wollt ihr Hölzlein holen,
steht ein bucklicht Männlein da,
hat ihr’s aus Verzweiflung halber g’stohlen.

Wollt sie in ihr’n Keller gehn,
wollt ihr Weinlein zapfen,
steht ein bucklicht Männlein da,
tut ihr’n Krug gierig wegschnappen.

Setzte sie sich ans Rädlein hin,
wollt ihr Fädlein drehen,
steht ein bucklicht Männlein da,
lässt das Rad flehend nicht gehen.

Ging sie in ihr Kämmerlein,
Wollt ihr Bettlein machen,
steht ein bucklicht Männlein da,
fängt aus Sehnsucht an zu weinen.

Wenn sie an ihr Bänklein kniete,
wollt ein bisschen beten,
steht das bucklicht Männlein da,
fängt als an zu reden.

Liebes Weiblein, ach, ich bitt,
bet fürs bucklicht Männlein mit!

 
Version 2:

Will ich in mein Gärtlein gehn,
will ich mein Haschisch gießen,
steht ein bucklicht Männlein da,
fängt als an zu niesen.

Will ich in mein Stüblein gehn,
will mein Heroin kochen,
steht ein bucklicht Männlein da,
hat mein Töpflein brochen.

Will ich in mein Stüblein gehn,
will mein Kokain messen,
steht ein bucklicht Männlein da,
hat’s schon halber gessen.

Will ich auf mein Boden gehn,
will mein Spritzlein holen,
steht ein bucklicht Männlein da,
hat mir’s halber g’stohlen.

Will ich in mei’n Keller gehn,
will mein Weinlein zapfen,
steht ein bucklicht Männlein da,
tut mir’n Krug wegschnappen.

Setz ich mich ans Rädlein hin,
will mein Jointlein drehen,
steht ein bucklicht Männlein da,
lässt das Rad nicht gehen.

Geh ich in mein Kämmerlein,
will mein Drogelein verpacken,
steht ein bucklicht Männlein da,
fängt als an zu lachen.

Wenn ich an mein Bänklein knie,
will ein bisschen beten,
steht das bucklicht Männlein da,
fängt als an zu reden:

Liebes Kindlein, ach, ich bitt,
bet fürs bucklicht Männlein mit!