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Heute haben wir im Unterricht unter anderem zwei Texte von Novalis und Clemens Brentano über die „Philister“ und deren Eigenschaften gelesen. Den Text von Brentano kann man hier nachlesen, den Text von Novalis und andere Äußerungen zu den Philistern findet man hier. Brentano hat übrigens auch noch einen sehr schönen Text zu den Philistern geschrieben, in dem es u.a. heißt: „Nie sind sie berauscht gewesen, ohne zu trinken, und dann immer sehr besoffen“. Und in der wikipedia gibt es natürlich auch wieder eine Definition.

Das Bild des Philisters, das wir heute angesehen haben, stammt von der Seite zum.de. Ist Ihnen die Darstellung inzwischen klarer? Warum hat der Philister Regenschirm und Taschentuch dabei?

Unsere im Unterricht entworfenen Mindmap aus den Schlüsselbegriffen der beiden Texte möchte ich noch in eine wordle-Wolke umsetzen, die den Charakter des Philisters nochmals verdeutlicht. Deshalb ist sie auch in Grau- und Schwarztönen gehalten, das scheint mir am besten zum Leben des Philisters zu passen:
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Heute im Unterricht haben wir ein bisschen über die spontanen Assoziationen zum Begriff Romantik gesprochen, die ich ja in der wordle-Wolke veranschaulicht hatte. Danach ging es dann um die „tatsächlichen“ Themen und Motive der Romantik. Dazu habe ich wiederum Überschriften und Schlüsselbegriffe aus der romantischen Lyrik bei wordle.net eingegeben. Diesmal habe ich die Farbkombination „Blue Chill“ gewählt, denn über die Bedeutung der Farbe Blau für die Romantik wurde ja auch schon gesprochen. Das Ergebnis sieht so aus:

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Im Vergleich zu den eigenen Assoziationen fiel natürlich sofort ins Auge, dass sich hier Begriffe wie „Jammer“, „Leiden“, „Gram“, „Grauen“, „Verzweiflung“ oder gar „Tod“ und „Grab“ finden. Auch das Auftauchen der Worte „Gott“ und „Religion“ kann verwundern, ebenso wie das „Unbekannte“ und die „Unendlichkeit“. Hier erlebt man eben nicht „gemeinsam“, sondern es geht um „Einsamkeit“. Insgesamt ergibt sich also ein deutlich düstereres Bild, wozu die farbliche Gestaltung jetzt ja auch passt.

Gemeinsamkeiten mit den eigenen Assoziationen gibt es aber natürlich auch: Mond, Sterne, Herz, Lieben, Natur u.Ä. kamen ja so ähnlich vor. Die „dunkle Seite“ der Romantik ist in unserem heutigen Verständnis des Begriffs „Romantik“ allerdings beinahe weggefallen.

Rüdiger Safranski schreibt in seinem Buch „Romantik – Eine deutsche Affäre“ (S.13), dass die beste Definition des Romantischen immer noch die von Novalis sei. Novalis schrieb: Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es.

Nun sind sie also vollendet, die gesammelten Assoziationen eines Grundkurses 12 Deutsch zu „Romantik“ oder „romantisch“, nach denen ich hier gefragt hatte. Das leicht veränderte Ergebnis (Füllwörter herausgenommen, Endungen abgetrennt etc.) habe ich bei wordle.net eingegeben. Der Spaß an diesem Dienst ist, dass 1. die häufiger genannten Begriffe größer geschrieben erscheinen als die weniger häufigen und 2. man unheimlich viele Variationsmöglichkeiten zur Grafik hat (Anordnung der Wörter, Farben, Schriftart etc.). Während ich für Ausdruck/Kopieren/Austeilen also eine schwarz-weiß-Variante gewählt habe, konnte ich mich bei der Variante für den Blog nur schwer entscheiden. Hier also mal meine bevorzugte Farbvariante, die Schriftart habe ich vor allem deshalb gewählt, weil es so am besten lesbar ist.

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Auffällig ist natürlich der alles überstrahlende „Sonnenuntergang“. „Spaziergänge“ sind auch irre romantisch, genauso wie „Kerzenlicht“. Wichtig ist aber auch die andere „Person“, der „Mensch“, ob „Liebster“ oder „Geliebter“, Romantik findet anscheinend nur selten alleine statt, sondern „gemeinsam“. Man ist gerne am „Strand“, dazu scheinen „Mond“ und „Sterne“. Ein bisschen „Herzschmerz“, einige „Rosen“, Blicke in „Augen“, vielleicht sogar ein „Heiratsantrag“. Denn es sind natürlich „Gefühle“ dabei, klar, am besten das Gefühl „lieben“, und das Ganze ist wirklich „schön“.

Danke an alle für die Mitarbeit!